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STREIK ODER FEIG? On terms and efficiency of strikes | Isaac Risco. Beamte und das sind Professoren und Dozenten meistens dürfen eigentlich nicht streiken, und streng genommen tun dies auch Studenten nicht, zumindest nicht, wenn sie den Uni-Betrieb lahm legen; kein Produktionsablauf wird unterbunden, keine Dienstleistung wird verweigert, die durch drohende wirtschaftliche Schäden öffentlichen Druck schafft. Wenn überhaupt, schaden wir uns selbst, durch Vorlesungsausfall. Also, es ist falsch, liebe Mitstudentinnen und -studenten: Wir streiken nicht. Wir planen Aktionen und führen sie durch. Und da wir auch was erreichen möchten, tun wir das öffentlichkeitswirksam wir blockieren beispielsweise eine Autobahn, und prompt wird schon der Senat erkennen, was eigentlich Kosten für die Stadt sind und wozu das ganze Kaputtsparen führt. Andererseits sind die vom Senat Sturköpfe, und die Kräfteverhältnisse mehr als unausgewogen. Also halten wir das durch, wochenlangen, radikalen Protest? Eher wieder Selbstschädigung. Dagegen helfen eigentlich nur kreative Aktionen, wir verlegen am besten die Seminare in die Öffentlichkeit, halten sie zum Beispiel vor dem KaDeWe oder am Bahnhof Zoo! So würden alle Bürger dieses Landes mitbekommen, was hier eigentlich los ist, und nebenbei könnte man noch das nötige Wissen weiter erwerben. Der Schulterschluß sollte aber letztendlich weitreichender sein, damit wir tatsächlich was erreichen wir schließen uns all denjenigen an, bei denen was gekürzt werden soll: den Arbeitslosen, den Pendlern, den kleinen Leuten. Und mit einer groß angelegten Aktion effektiv zu protestieren, mit einem folgenreichen... Streik. Nun haben wir es wieder, das Begriffsproblem. Dürfen wir also, oder dürfen wir nicht? Ist es ein Streik oder nicht? Laßt uns ruhig darüber nachdenken noch müssen wir nicht bei Begriffen und Definitionen sparen. |