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DIE LETZTE ZIGARETTE


Die schönste Zivilisationsdroge aller Zeiten liegt in ihren letzten Zügen.
Ein kleiner historischer Rückblick für die Zigarettenpause von Isidor Grim (BERLIN)





 
We train young men to drop fire on people.
But their commanders won’t allow them to write ‘fuck’
on their airplanes because it’s obscene.
(„Apocalypse Now“, F. F. Coppola 1979)


I. RAUCHEN KANN TÖDLICH SEIN

   Alle, die heute aus Gründen der Volksgesundheit das Zigarettenrauchen aus dem öffentlichen Raum verbannen, täten gut daran, sich zu erinnern, daß fabrikmäßig hergestellte Zigaretten erst zur populären Massenware wurden, nachdem man sie im 1. und 2. Weltkrieg kostenlos an die Frontsoldaten verteilt hatte. Als Nervennahrung, versteht sich, damit die Männer die Greuel und Schrecken des Tötens und Getötetwerdens besser vertrugen.
   Sollten Zigaretten an der heutigen Front, dem Alltag mit seiner Tendenz zur tödlichen Langeweile durch Gleichschaltung jedes sozial abweichenden oder radikal selbstsüchtigen Verhaltens, nicht besser wieder gratis verteilt werden?

„An diesem Dienstag wurde Leutnant Ehlers zum Bataillonskommandeur befohlen.
Sie müssen den roten Schal abnehmen, Herr Ehlers.
Herr Major?
Doch, Ehlers. In der Zweiten ist sowas nicht beliebt.
Ich komme in die zweite Kompanie?
Ja, und die lieben sowas nicht. Da kommen sie nicht mit durch. Die Zweite ist an das Korrekte gewöhnt. Mit dem roten Schal läßt die Kompanie sie glatt stehen. Hauptmann Hesse trug sowas nicht.
Ist Hesse verwundet?
Nee, er hat sich krank gemeldet. Fühlte sich nicht gut, sagte er. Seit er Hauptmann ist, ist ein bißchen flau geworden, der Hesse. Versteh ich nicht. War sonst immer so korrekt. Na ja, Ehlers, sehen Sie zu, daß sie mit der Kompanie fertig werden. Hesse hat die Leute gut erzogen. Und den Schal nehmen Sie ab, klar?
Türlich, Herr Major.
Und passen Sie auf, daß die Leute mit den Zigaretten vorsichtig sind. Da muß ja jedem anständigen Scharfschützen der Zeigefinger jucken, wenn er diese Glühwürmchen herumschwirren sieht. Vorige Woche hatten wir fünf Kopfschüsse. Also passen Sie ein bißchen auf, ja?
Jawohl, Herr Major.
Auf dem Wege zur zweiten Kompanie nahm Leutnant Ehlers den roten Schal ab. Er steckte eine Zigarette an. Kompanieführer Ehlers, sagte er laut.
Da schoß es.“
(Auszug aus „An diesem Dienstag“ von Wolfgang Borchert, 1947)







II. DER SCHWARZMARKT

   Wir sind alle Amerikaner, so wie JFK sagte, er sei ein Berliner. Er schaute auf diese Stadt und sah, daß es gut war: wir waren nach seinem Ebenbild geformt.
   Unter der Laterne, gleich bei dem Großen Tor, da hat unsere Wandlung und Anpassung an die neue Zeit begonnen. Nach Billy Wilders „A Foreign Affair“ (1948) muß es so oder so ähnlich gewesen sein: Hierher, zum Schwarzmarkt beim Brandenburger Tor, kamen sie alle, denen etwas fehlte, die Krüppel, Witwen, Erwerbslosen, Obdachlosen und neuerdings Parteibuchlosen mit nicht nur nichts im Magen, sondern ganz ohne eine geistige Heimat! Zum Glück kamen die GIs und bezahlten mit Lucky Strikes! So bekamen wir nicht nur eine neue Währung, wir lernten auch ganz neue Manieren. Denn wer zeigte den „Fräuleins“ besser, wie man eine Filter raucht und hält, als die göttliche Dietrich? Und wer, als ihr schnittiger Colonel, machte dem kleinen Fritzchen besser vor, wie man die Zichte aus dem Mundwinkel hängen läßt, damit sie sie ihm daraus wegfischen konnte?! Zu irgend etwas mußten die Amerikaner uns ja umerziehen, gerade die ganzen Mitläufer und Mitläuferinnen! Und die Zigarette in Marlene Dietrichs Mund drückte es vollkommen aus, zu was: zwar nicht zum neuen Deutschen, von dem hatten wir erst mal für tausend Jahre genug. Auch nicht gerade zu blitzblank nagelneuen Menschen, dazu waren wir doch zu demoliert. Aber sie erzogen uns zu einer Neuen Sorte: zum Konsumenten.
   Darum brennt auf Liberty Island — seitdem bis heute auch für uns — die Fackel der Freiheitsstatue, damit unsere Glut alles Unnütze zu begehren, zu kaufen und sofort zu verbrauchen, niemals ausgehen möge. And we love it!






III. SIND NICHTRAUCHER PAZIFISTEN?

Man hört, ein Verein empörter Gegner des im Januar auch in Berlin wirksam gewordenen Gesetzes zum Schutz von sog. Passivrauchern in Gaststätten, Bars und Nachtklubs ließ T-Shirts mit gelbem Davidsstern und der Aufschrift RAUCHER bedrucken. Da drängt sich doch die Frage auf: War Hitler ein Nichtraucher? Es würde einiges über seine Sorge um eine gesunde Lebensführung, gesunde Atmungsorgane und saubere Atemluft aussagen. Oder? Doch zumindest so viel, wie das neue Rauchverbot darüber aussagt, was der moderne Westeuropäer gegen den unsichtbaren, fernen Massentod zur Sicherung des heimischen Lebensstandards zu unternehmen bereit wäre.
   Unternehmen? — Unterlassen wäre auch schon etwas. Deutsche Waffen ruhten noch keine vollen 50 Jahre, als es gen Kosovo ging. Dann nach Afghanistan — zur Rohstoffsicherung. Allein die humanitäre Katastrophe infolge unseres „Kriegs gegen den Terror“ wird eines Tages das größte Menschheitsverbrechen des angehenden XXI. Jahrhunderts genannt werden. Das heißt, wenn man das Zusehen beim Ertrinken eines Nichtschwimmers, den man vorher selbst ins Wasser gestoßen hat, bzw. das Verhungern-, Verdursten-, Erfrieren-, Erkranken- und elendige Verreckenlassen von Millionen und Abermillionen unschuldiger Männer, Frauen und Kinder allein durch Vertreibung und unterbundene Nahrungsmittel- und Medikamentenlieferungen überhaupt noch als eine Katastrophe zu bezeichnen wagen wird.
   Seit diesem Februar darf die deutsche Truppe zum echten Kampfeinsatz an den Hindukusch. Wir wollen beten, daß keine schwangere Afghanin durch das passive Einatmen des Zigarettenrauchs eines Bundeswehrsoldaten zu Schaden kommt.





Image: Astronomy.com


IV. ARMUT VERBOTEN

   An keinem unpolitischen Ereignis läßt sich die totale Entpolitisierung der öffentlichen Meinung in der westlichen Welt so gut verfolgen wie an der Einführung des Rauchverbots.
   Was im August 1990 in dem Städtchen San Luis Obispo zwischen San Franzisko und Los Angeles begann, zwischen 2003 und 04 von New York nach Dublin den Ozean überquerte, um nach den Zwischenstationen London, Kopenhagen und Rom in 2007 dieses Jahr in Berlin und Paris zu landen, erhielt zuletzt am 3. Januar 2008 in Ankara durch das türkische Parlament den Ritterschlag der gesetzlichen Weihe.
   Am rauchfreisten Stammtisch der Welt zwischen Sydney und Reykjavik wurden alle Fürs und Widers durchgekaut, wer will, kann sie, etwa im Newsforum von BBC online, nachlesen: Wie schädlich das sog. passive Rauchen ist, daß alle Kleider nach der Disco verraucht stinken, daß EU-Gesetze undemokratisch sind, daß Gastronomie und Kultur Verluste erleiden, daß, wo Erziehung nichts hilft, Gesetze hermüssen... Der Literaturkritiker Hans Mayer sagte einmal, immer wenn man die Dialektik totgeredet zu haben glaubt, sitzt sie in der Ecke und grinst. Das tut sie tatsächlich, denn die unzensierte Freiheit all derer, die über eine Internetverbindung verfügen, und das damit einhergehende Bewußtsein der absoluten Folgenlosigkeit der individuellen Meinungenäußerung im worldwide Web bringt nicht etwa radikale Gesellschaftskritik hervor, sondern bloß Banalitäten eines geistigen Provinzialismus globalen Ausmaßes.
   Aus diesem schier unendlichen Wortschwall, den Kommunikationswissenschaftler gern als Diskurs bezeichnen, sticht eine Äußerung heraus. Natürlich stand sie in der Zeitung und nicht in einem Forum oder Blog. Und wie um die historische Bedeutung zu unterstreichen, wenn ein Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit ein wahres Wort sagt, fand zur selben Zeit ein kosmisches Ereignis statt.
   Es berichtet der britische „Guardian“ auf seiner Titelseite vom 9. Juni 2004, daß der Planet Venus zum ersten Mal seit 1882 gut sichtbar für die Teleskope der Welt vor der Sonne vorbeigezogen ist. Neben dem Foto des kleinen schwarzen Tropfens vor der immensen Sonnenscheibe zitiert die mit täglich über einer Million Lesern und bis zu zwei Millionen Internetbesuchern wohl meistgelesene Tageszeitung der Welt den englischen Gesundheitsminister John Reid.
   Was Mr. Reid am Vortag in einer Debatte gesagt hatte, wird wohl als eines der wenigen politisch relevanten Statements zum Thema Rauchverbot vor der Geschichte Bestand haben. Er sagte, die gebildete Mittelschicht sei davon besessen, Menschen mit niedrigerem sozioökonomischem Hintergrund Vorschriften zu machen, und Rauchen sei nicht eines der schwersten Probleme, mit dem ärmere Leute zu kämpfen hätten. „Welchen Genuß hat eine 21-jährige alleinerziehende Mutter, die in einer Sozialwohnung eines Vorortes lebt? Ihr einziger Genuß ist hin und wieder eine Zigarette.“ Reid argumentierte, daß es wichtiger sei, die sozialen Lebensbedingungen der Menschen, die sie zum Rauchen verführen, zu ändern, statt „einem Fünfundsiebzigjährigen zu erklären, es ginge ihm besser, wenn er nicht mehr die Möglichkeit hat, in eine Arbeiterkneipe zu gehen und zu rauchen“.
   Diesem klugen Satz kann man nur hinzufügen, daß in Arbeiterkneipen oder Künstlerklubs, im vertrauten Kreis, wo von nun an illegal geraucht werden wird, außer Streichhölzern hoffentlich wieder die guten Ideen aufflammen werden, die jeder um die Volksgesundheit allzu besorgte Bürger mit Sicherheit strengstens verbieten würde.





auf Deutsch


L’ULTIMA SIGARETTA


La droga piú bella dell’ultimo secolo sta per spirare —
un breve excursus storico per la pausa sigaretta
Tino Brömme, da Berlino


 
“Noi addestriamo dei giovani a scaricare napalm sulla
gente, ma i loro comandanti non gli permettono di
scrivere ‘cazzo’ sui loro aerei perché è osceno.”
Apocalypse Now, F. F. Coppola 1979

I. IL FUMO UCCIDE

   Forse non sanno, quelli che oggi mettono al bando il fumo nei luoghi pubblici per salvaguardare la salute del popolo, quale sia stata la funzione delle sigarette nella prima e nella seconda guerra mondiale. Distribuite in gran numero al fronte, servivano a placare i nervi dei soldati, messi a dura prova dalle atrocità e dagli orrori dell’uccidere e dell’essere uccisi. Soltanto dopo questi bastoncini di carta e tabacco di produzione industriale sarebbero diventati merce di consumo di massa.

“Quel martedí fu ordinato al sottotenente Ehlers di presentarsi al comandante del battaglione.
Deve togliersi la sciarpa rossa, Ehlers.
Signor Maggiore?
Certo, Ehlers. Non è ben vista nella Seconda.
Sono assegnato alla Seconda Compagnia?
Sí, e loro non la gradiscono. Con quella non avrà scampo. La Seconda è abituata alla correttezza. Con la sciarpa rossa non gliela faranno certo passare liscia. Il Capitano Hesse non portava cose del genere.
Il Capitano Hesse è ferito?
Ma no, si è dato malato. Non si sentiva bene, diceva. Da quando è capitano è diventato un po’ fiacco, l’Hesse. Non capisco. È sempre stato molto corretto. Be’, Ehlers, veda di sbrigarsela con la compagnia. Hesse l’ha addestrata bene. E via quella sciarpa, chiaro?
Chiaro, signor Maggiore.
E faccia attenzione che gli uomini siano cauti con le sigarette. Di certo ogni buon tiratore scelto sentirà fremere l’indice nel vedere quelle lucciole svolazzare. La scorsa settimana abbiamo avuto cinque colpi in testa. Quindi stia un po’ attento, intesi?
Síssignore!
Sulla strada verso la Seconda Compagnia il sottotenente si tolse la sciarpa rossa. Si accese una sigaretta. E disse forte e chiaro: Comandante di Compagnia Ehlers.
Là ci fu uno sparo.”
(Tratto da “Quel martedí”, Wolfgang Borchert, 1947)

   Il fronte odierno è il consumo, i mass media, il traffico, la cultura... Come i soldati, ognuno di noi è tenuto ad indossare un uniforme, tenere il passo e gridare urrà con gli altri. Assodato che il fumo uccide, non sarebbe meglio, a tutela della salute pubblica, distribuire le sigarette a tutti come una volta, invece di bandirle?



Sai fumare?   (Foto:pa/KPA)


II. IL MERCATO NERO

   Siamo tutti americani, cosí come JFK disse di essere un berlinese. Dall’alto del suo scranno, durante il suo famoso discorso a Berlino nel 1963, diresse il proprio sguardo sulla città che lo circondava e vide che era cosa buona: eravamo a sua immagine e somiglianza.
   La prepotenza dell’immaginario hollywoodiano era stato d’aiuto. Qualcuno può resistere al fascino della divina Marlene Dietrich che canta “Black Market” in Scandalo internazionale di Billy Wilder (A Foreign Affair,1947)? Ed è proprio sotto la lanterna, dinanzi alla Porta di Brandenburgo, nell’immediato dopoguerra, che ebbe inizio la nostra mutazione e l’adattamento alla nuova epoca. Al mercato nero venivano tutti quelli a cui mancava qualcosa, gli storpi e le vedove, i disoccupati, i senzatetto, tutti a stomaco vuoto e tanti con la tessera di partito casualmente smarrita. Per fortuna arrivarono i GI, il Piano Marshall e i bombardieri d’uva passa, e con loro le Lucky Strike. Cosí non solo abbiamo avuto una nuova moneta, ma anche un nuovo stile di vita. Chi, se non la divina Marlene, poteva mostrare alle fräulein come si fumava una sigaretta americana e come la si doveva tenere tra le dita? E chi, se non il suo colonnello belloccio, poteva insegnare al piccolo Fritz come far pendere in modo perfetto la cicca nell’angolo della bocca, in modo tale che lei gliela potesse sfilare? Gli americani dovevano pur farne qualcosa di questi tedeschi, specialmente i qualunquisti e i voltagabbana. E la sigaretta fra le labbra di Marlene Dietrich esprimeva benissimo dove si voleva andare a parare. Di certo non potevano creare il nuovo tedesco, ne avevamo le palle piene per altri 988 anni; e nemmeno forgiare degli uomini nuovi di zecca, eravamo troppo distrutti. Hanno fatto di noi qualcos’altro: dei consumatori.
   In questo modo saremmo forse serviti a qualcosa. In questi anni abbiamo imparato con tanta fatica, a desiderare e consumare l’inutile, e fare pure bella figura, e ora ci chiedono di rinunciare in pubblico all’effetto Bogart, di tornare al grigio dopoguerra ridotti alla mera e nuda sopravvivenza gestuale.


III. LA FILANTROPIA DEI SALUTISTI

   Striscia la notizia che un’associazione di accaniti oppositori alla legge in difesa dei “fumatori passivi” abbia stampato magliette con la stella gialla di David con su scritto FUMATORE. La domanda sorge spontanea: Hitler era un non-fumatore? In ogni caso, non si preoccupava anch’egli di imporre regole per una vita sana e di promettere aria pura agli ariani? Anche le società occidentali badano dunque alla salute dei cittadini e possono vantarsi oggi di aver varato una legge antifumo — in vigore anche nei ristoranti e bar tedeschi da quest’anno — che assicura loro una migliore qualità di vita.
   La Germania si preoccupa però anche di altre parti del mondo, tanto è vero che è stata promotrice dell’intervento NATO in Kosovo e, rinunciando ai fuochi d’artificio per il cinquantesimo anniversario della sua assenza sulla scena militare internazionale, vi ha partecipato in prima linea. Poi, con il tempo, è diventata molto esperta in missioni umanitarie (non nell’approvvigionamento delle materie prime!) e ha inviato le sue truppe per aiutare addirittura l’Afghanistan. La cosiddetta guerra al terrorismo ha comportato una catastrofe umanitaria che verrà un giorno definita come il maggior crimine contro l’umanità all’alba del XXIº secolo. Ma si oserà ancora chiamare catastrofe guardare qualcuno annegare dopo averlo gettato in acqua, sapendo che non sa nuotare? È stato un flagello divino in Afghanistan, in Sudan, in Iraq, aver lasciato crepare miseramente di fame, sete, gelo e malattie milioni di uomini, donne e bambini innocenti?
   Comunque è stato deciso che questo febbraio le truppe tedesche partiranno in missione di guerra per l’Hindukush. Per favore, che nessuna donna afghana incinta venga lesa dal fumo di una sigaretta di un soldato tedesco!





Al ministro John Reid non piacciono i perbenisti ipocriti


IV. DIVIETO DI POVERTÀ

   Pochi eventi sociali hanno permesso di osservare l’avanzata spoliticizzazione dell’opinione pubblica su scala internazionale quanto le leggi antifumo. Tutto ebbe inizio il 2 agosto 1990, nella cittadina di San Luis Obispo, nei pressi di San Francisco; poi l’onda anomala si propagò attraverso tutti gli Stati Uniti fino ad arrivare a New York nel 2003. Dopo aver superato l’oceano toccò le coste irlandesi nel 2004 e, dopo le stazioni intermedie di Londra, Copenaghen e Roma, giunse infine a Parigi e Berlino, ottenendo l’accollata legislativa il 3 gennaio 2008 ad Ankara per mano del parlamento turco.
   Le chiacchiere al bancone virtuale, da Sydney a Reykjavík, sui pro e i contro della legge (vedi sul newsforum della BBC) si sprecarono. Quanto fumo e quanto poco arrosto! Il fumo passivo lede la persona fisica con premeditazione, i vestiti puzzano dopo le notti in discoteca, il divieto danneggia la gastronomia e impoverisce la cultura intellettuale, le leggi europee sono antidemocratiche, ma le leggi sono necessarie se gli irriducibili non vogliono ubbidire... Il critico letterario Hans Mayer ha scritto che ogni qualvolta si crede di aver sconfitto la dialettica, lei aspetta in un angolo e sogghigna. E lo fa davvero, poiché la libertà d’opinione che non teme censura e la consapevolezza dell’assoluta impunità che deriva dall’anonimato regalati generosamente dalla Rete non scatenano negli internauti una radicale critica alla società, ma mettono in risalto solo le banalità del provincialismo spirituale espanso a livello planetario.
   Da questi sconfinati fiumi di parole, che scienziati della comunicazione amano chiamare “discorso”, spicca un’affermazione. Ovviamente è apparsa sulla carta stampata, né in un forum, né in un blog. E come per sottolinearne l’importanza storica, quando un uomo al posto giusto nel momento giusto dice una cosa vera, lo stesso giorno accadde un evento cosmico.
   Il 9 giugno 2004 il britannico “The Guardian” mette in copertina il pianeta Venere che, per la prima volta dal 1882, sfila davanti al sole. Accanto all’immagine della piccola goccia nera di fronte all’immenso disco incandescente appaiono le parole del ministro della sanità John Reid, parole che probabilmente sono tra le poche pronunciate su questo argomento che saranno ricordate. Mr. Reid dichiarava nel suo discorso che il ceto medio colto è ossessionato dall’intenzione despota di imporre regolamenti alle persone appartenenti alla classe meno agiata: sicuramente il fumo non è uno dei problemi piú gravi che la povera gente ha da affrontare. “Quale lusso può concedersi una ragazza madre di 21 anni che abita in una casa popolare dei sobborghi? Il suo unico lusso è una sigaretta ogni tanto.” Reid argomentava che semmai sarebbe piú importante cambiare le condizioni sociali che portano al tabagismo, anziché “spiegare a un 75enne che si sentirebbe meglio se gli venisse tolta la possibilità di recarsi nel bar del dopolavoro a fumare una sigaretta”.
   A questa frase intelligente si può solo aggiungere la speranza che nei bar dei proletari e nei club degli artisti, tra amici e conoscenti dove si continuerà a fumare illegalmente, d’ora in poi si infiammeranno oltre ai cerini di nuovo le buone idee, che ogni piccolo borghese troppo preoccupato per la salute del popolo di certo vorrebbe proibire con rigore.