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VEREINIGTE STAATEN VON EUROPA


The new web portal for internationalists in Europe “EforS” is about to open



EforS-Gründer Thomas Brömme unterwegs zu neuen Horizonten


   | Maurizio Strappazini (BERLIN). Im Oktober Zweitausendundsieben, neun Uhr fünfzehn MESZ, pünktlich zum Studienbeginn wird es soweit sein. Nach acht Monaten intensiv laufender Vorbereitungen wird das Onlineportal www.EforS.eu sein Versprechen einlösen: die Pforte Europas aufzustoßen.
   Längst hat die neue Generation an den europäischen Universitäten ihre nationalen Fesseln gesprengt, längst sind Fremdsprachenerwerb, Auslandsstudium, studentische, akademische, wissenschaftliche Netzwerke und grenzüberschreitende berufliche Orientierung gang und gäbe, und kein Volk der Welt denkt so international wie das der Studenten Europas. Während noch die Regierungen an Formalien des Bologna-Prozesses zur Vereinheitlichung des Europäischen Hochschulraums herumdoktorn, während noch das Europäische Parlament im „Spaceship Brussels“ über demokratische Schnörkel des Verfassungstextes debattiert und während die Hochschulverwaltungen noch um Studiengebühren, Exzellenzförderungen und Drittmittel feilschen, pilgern jedes Semester Hunderttausende Lernbegieriger quer über den Kontinent zu den Universitätsstädten und haben ihre Vereinigten Staaten von Europa schon lange verwirklicht.
   Und hier kommt EforS ins Spiel. Im Herzen des multikulturellen Europa des 21. Jahrhunderts, nirgendwo anders als in Berlin Prenzlauer Berg, hat eine Gruppe junger Enthusiasten in wenigen Jahren ein Nachrichtenbüro, ein Netzwerk von Korrespondenten, Lehrstühlen und Kulturinstitutionen von der Ostsee bis nach Neapel aufgebaut, und — das ist die Neuigkeit! — wird jetzt das erste studentische, wirklich europäische Nachrichten- und Serviceportal eröffnen.
   Sein Name, EforS — Europe for Students, ist Programm. Das Portal wird einen kompakten Überblick über die aktuellsten Nachrichten aus internationalen Medien bieten, besonders über Uni- und Studentennews, was zum ersten Mal die gesamtheitliche Wahrnehmung dieser büffelnden Gattung im Dschungel der Gegenwart möglich macht. Eine Städterubrik ist angekündigt, auch das ein publizistisches Novum: es steht Studierenden vor Ort, Erasmusstipendiaten wie Einheimischen zur Verfügung, um ihren frischen Blick auf den Studienort mit der Welt zu teilen. Dazu sind Kooperationen mit publizistischen Fakultäten angedacht, die die journalistische Betreuung der lokalen Webzeitung als Studienleistung anerkennen. Daneben hat ein Studyguide gut strukturierte Informationen zu den praktischen Problemen des grenzüberschreitenden Studiums parat. Ein Blog rundet das ehrgeizige Projekt ab, so daß jeder zum Reporter mutieren und das aus erster Hand berichten kann, was die Mainstreammedien uns vorenthalten. Das alles polyglott in Englisch-Französisch-Italienisch-Deutsch und garniert mit der Möglichkeit, sich schnell wie Zeus auf den Aussichtssatelliten von Google Maps über den Ort seines Begehrens zu beamen.
   Das neue EforS verspricht tatsächlich der missing link zu werden, das fehlende Bindeglied, über den die europäische Studentenschaft auf Tuchfühlung gehen kann. Denn hier ist das Potential — ein neutrales Nachrichtenportal und universelles Medium im Dienste aller jungen Europäer, für die Bildung eine Lebensaufgabe und keine Ware ist. Hier ist auch an die praktischen Bedürfnisse gedacht, denn, so Gründer Thomas Brömme, EforS „ist vor allem ein Werkzeug vom Studienbeginn bis zum Berufseinstieg“ in einem Europa ohne Grenzen.

   P.S. Natürlich beginnt wie nach jeder erfolgreichen Revolution auch für EforS erst nach der Eröffnung die eigentliche Herausforderung... Deshalb ist das Netzwerk offen für konstruktive Zusammenarbeit mit anderen jungen Medien, nimmt jederzeit neue Korrespondenten und studentische Initiativen auf und bildet Volontäre und Praktikanten aus. Eine besondere Einladung zur Koorperation gilt den Einrichtungen und Initiativen, die sich um nichteuropäische Studenten und Studienanwärter kümmern, denn allzu lange soll es nicht mehr dauern, bis aus den Vereinigten Staaten von Europa die Vereinigten Staaten der Welt (Trotzkij) geworden sind!