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KOPF HOCH — HOPES!


Help for students with depressions or exam nerves: HOPES





   | Katrin Gröschel (LEIPZIG). Klaus läuft es kalt den Rücken runter. In seinem Kopf herrscht nur noch Leere. Ausgerechnet vor der Zwischenprüfung hat er einen Blackout. Er weiß, daß er die Prüfung nicht bestehen wird. Nicht, weil er sich nicht vorbereitet hat, sondern weil er in solchen Momenten von der Angst übermannt wird. Doch damit steht er nicht alleine — Prüfungsangst und Depressionen sind unter Studenten keine Ausnahmeerscheinung mehr. Viele sind dem Druck einfach nicht gewachsen. Die Selbsthilfegruppe HOPES in Leipzig hat es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende mit psychischen Problemen zu unterstützen und zu beraten. HOPES ist die Abkürzung für Hilfe und Orientierung für psychisch erkrankte Studierende, und der Name ist Programm. „Wir können nicht alles für die Betroffenen regeln, dafür aber Hinweise geben, wo man einen kompetenten Ansprechpartner findet. Manchmal hilft es schon, einfach darüber zu reden“, sagt Johannes, der an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig studiert. Die Selbsthilfegruppe ist 2004 entstanden, seitdem kommen in der Regel vier bis zehn Leute zu den regelmäßigen Treffen. Trotzdem wird in der Gruppe nicht nur über Probleme geredet. „Wir machen gemeinsame Ausflüge, veranstalten Grillfeste und feiern zum Beispiel gemeinsam Advent — denn gerade in dieser Zeit fühlen sich viele Betroffene einsam. Wir versuchen einfach wieder in das normale Alltagsleben zurückzukehren“, erzählt der Vierundzwanzigjährige Johannes weiter. Was für jeden anderen als ganz einfach und normal empfunden wird, kostet Studenten, die unter Depressionen leiden, Überwindung und Kraft. Alles, was zählt, sind Verständnis, Sicherheit und nicht zuletzt: die Hoffnung.


| www.hopes-leipzig.de, www.ads-projekt.uni-koeln.de