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DIE LETZTE BASTION

Young artists with no budget build a castle — here’s their story





   | Daniel Nipshagen (BOCHUM). In einem Hochbunker in der Bochumer Innenstadt betreibt der [no-budget-arts] e.V. seit gut vier Jahren einen multifunktionalen Veranstaltungsort: Die BASTION. Zeit genug, das Projekt zur Förderung unetablierter Künstler einmal vorzustellen.
Geboren wurde [no-budget-arts] aus einer Notlage: Es ist 1998. Daniel Nipshagen, Horst Böhm und Sascha Hünninghaus, drei junge Künstler aus dem Ruhrgebiet, suchen — erfolglos — nach Finanzierungsmöglichkeiten für einen Spiel. lm, an dessen Drehbuch und Konzeption sie bereits drei Jahre gemeinsam gearbeitet hatten. Statt aufzugeben, gründen die drei Anfang 2000 eine eigene Produktionsfirma namens No Budget Filme. Der Kontakt zu den Künstlern diverser anderer Kunstsparten zeigt, daß unetablierte Künstler aller Bereiche mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Einen interessierten Betrachter, Zuhörer, Produzenten oder Verleger zu . nden, scheint unmöglich. So wird aus einer alternativen Filmproduktionsfirma ein spartenübergreifendes Kulturprojekt: [no-budget-arts] e.V., seit Mitte 2000 offiziell und gemeinnützig. Das Konzept: Mit einer großen Veranstaltung, deren Programm „für jeden etwas“ bietet, auf sich aufmerksam machen, jenseits alteingesessener Institutionen eine Plattform schaffen für die Jungen. Zur ersten Veranstaltung „Kaufhaus des Westens“ in einem vorübergehend stillgelegten Bochumer Kino kommen tausend Gäste. Ausverkauft. Bei der zweiten, dem „Bundespresseball“, der im Juni 2001 in einem leerstehenden Technikkaufhaus stattfindet, sind es bereits fünftausend. Nebenbei prouziert und veröffentlicht [no-budget-arts] erfolgreich CDs, Filme und Textsammlungen.



aus einem wegen Geldmangel
nicht gedrehten Film wird die
Produktionsfirma No Budget Filme
und daraus die Plattform
für junge Künstler BASTION



   Im Jahr 2002 gelingt es mit Unterstützung der Stadt Bochum, einen eigenen Veranstaltungsort zu eröffnen: Nach fünfmonatiger Renovierung, mit hochwertigem Programm jenseits zugkräftiger bekannter Namen und einem Eintrittspreis von 4 Euro, bei dem jeder Zuschauer zum Dauergast werden kann, steht die [no-budget-arts] BASTION zum Stürmen bereit. Der künstlerische Leiter Daniel Nipshagen, seit Mitte 2003 unterstützt von Moana Köhring, präsentiert neben handverlesenen Filmen im hauseigenen „Kleinsten Kino Bochums“ und der „Kinemathek“, einem Wohnzimmer im Gelsenkirchener Barockstil, konzeptionelle Veranstaltungsreihen, Eigenproduktionen in den Bereichen Theater und Ausstellung sowie regionale, überregionale und zunehmend internationale Künstler aller Sparten. Das „Chamäleon unter den Veranstaltungsorten“ bietet seit inzwischen vier Jahren für Publikum und Künstler gleichermaßen eine Alternative zum maroden Mainstream.

| Website der BASTION