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european faculties ÜBER ALLE GRENZEN Cultural Sciences in Frankfurt/Oder count on interdisciplinary student tasks and multicultural education ![]() | Alessa Berkenkamp (FRANKFURT/ODER). Wenige Schritte hinter der massiven Brücke, die Frankfurt/Oder und das polnische Słubice miteinander verbindet, thront zwischen beschaulichen Wohnhäusern das Collegium Polonicum. Dieses bunte und monströs wirkende Gebäude ist die gemeinsame Forschungseinrichtung und Lehrstätte der Europa-Universität Viadrina und der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen. Doch das Collegium Polonicum ist viel mehr als ein Ort des gemeinsamen Lernens. Es verkörpert das Streben der kulturwissenschaftlichen Fakultät. Zugleich ist es ein Markenzeichen der Europa-Universität, denn ihrer Rektorin, Prof. Dr. Gesine Schwan, schwebt die Vision vor, Grenzen aller Art zu überqueren. Dabei ist nicht nur von nahen geographischen Grenzen die Rede. So fördert man im Rahmen des kulturwissenschaftlichen Studiums einen Diskurs zwischen den Disziplinen der Literatur-, Sprach-, Sozial- und Politikwissenschaft. Und Seminargrößen von oft nur zehn bis fünfzehn Studenten bieten optimale Bedingungen dafür. Zum Pflichtprogramm eines jeden zukünftigen Kulturwissenschaftlers gehören hier auch juristische und betriebswirtschaftliche Kurse und eine umfassende Sprachenausbildung. Auf die Fremdsprachenkompetenz wird besonders viel Wert gelegt, was sich in dem vielfältigen Sprachenangebot und der hervorragenden Betreuung widerspiegelt. Nicht zuletzt hat man dank der Grenznähe die einmalige Chance, einen Auslandsaufenthalt in Polen für lau zu bekommen. Bleibt letztlich noch zu erwähnen, daß die Frankfurter Kulturwissenschaftler den politischen Prozessen und gesellschaftlichen Transformationen in Zentralosteuropa großes Interesse und viel Aufmerksamkeit widmen. Dennoch bleibt die kulturwissenschaftliche Fakultät ihrem Credo treu: Forschen und Studieren räumlich einzugrenzen oder fachlich abzugrenzen widerspräche ganz und gar dem Frankfurter Gusto. | www.cp.euv-frankfurt-o.de |