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nº29 | European Edition | october-november 2005


S K A N D A L   M E N S C H
L’U O M O,  U N O  S C A N D A L O


Das ist ja ein Skandal! Da hat doch wieder einer einfach dem armen U-Bahnkontrolleur eine reingehauen, nur weil er ihn beim Schwarzfahren erwischt hat. Genau wie neulich auf dem Sozialamt, als einer der Tante an die Gurgel wollte, nur weil ihm die seine Stütze nicht mehr geben wollte! Aber das ist doch ein Skandal! Die haben doch gar keine Schuld, die haben doch überhaupt nichts damit zu tun. Nein, der Kapitalismus ist Schuld! Die netten Frauen und Männer machen doch nur ihren Job. Und das hat gar nichts mit Moral zu tun. Da ist nichts, da ist niemand dafür verantwortlich. Genau, genau wie früher bei den Nazis: keine Faschisten, nur Faschismus! Und heute? Keine Kapitalisten, nur Kapitalismus. Ja, wir sind schon lange wieder soweit! Und nicht der Kapitalismus ist hier der Skandal, der funktioniert. Nein du funktionierst hier nicht richtig, genau du! Du bist der Skandal: Mensch!    (ec)

Un individuo, uno dei tanti, che cammina in mezzo alla folla. Faccio parte della folla. Non so dove vado né da dove vengo. Ho come unico punto di riferimento chi mi precede. Seguirlo mi dà sicurezza: se lui si ferma, mi fermo; se accelera, adeguo il mio passo al suo; se sbanda, io appresso a lui. Ho la strada tracciata. Se c’è un ostacolo lui lo vedrà prima di me e questo mi permetterà di evitarlo. Ma chi mi è avanti io non l’ho mai visto se non di schiena. Né ho visto chi mi segue: non mi sono mai voltato. Seguire la corrente, andare tutti nella stessa direzione è il miglior modo per non scontrarsi mai, confondersi con la massa, restare nell’anonimato, nascondere la propria diversità, evitare di essere protagonisti. In altre parole, sfuggire dal rischio di destare scandalo...    (ldm)

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