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TUSMA TOT Berlin’s historical students’ association and work agency TUSMA after 55 years of non-profit activity driven into bankruptcy ![]() | Die Berliner Studentische Arbeitsvermittlung TUSMA e.V. mußte diesen Mai wegen Insolvenz schließen. Die Agentur wurde 1949 von (TU-)Studenten für Studenten gegründet, um für den historisch unterfinanzierten Nachwuchs Jobs aufzutreiben und ihn arbeitsrechtlich zu schützen. Über die Jahrzehnte entwickelte sich der Verein zu einer wichtigen Einrichtung: mit zeitweise über 20000 eingeschriebenen Mitgliedern, 40 Mitarbeitern und Hunderten wöchentlich vermittelten Arbeitsstellen vom einfachen Handlanger bis zum qualifizierten Profi war sie nicht nur von wirtschaftlicher Bedeutung für Westberlin. Sie war auch, mit Mitgliedern aus über 80 Nationen, ein multikulturelles Musterbeispiel der Völkerfreundschaft und eine Beratungsstelle für geprellte Jobber. Die gemeinnützige TUSMA war auch ein logistisches Unikum, als erste in der deutschen Geschichte durfte sie die Lohnsteuern der Studierenden verrechnen und fungierte somit als effiziente Schnittstelle zwischen Finanzamt (das sie um Tonnen von Bürokratie erleichterte) und den Arbeitgebern (die sie im Tausch gegen ein rechtlich geregeltes Kurzzeitarbeitsverhältnis vagabundierender Studenten zur Zahlungstreue zwang). Auch diese Zeitung verdankt der TUSMA ihre Geburt. Dem Verfall des Arbeitsmarktes Ende der Neunziger mit dem gleichzeitigen Einzug der ihn deregulierenden Zeitarbeitsfirmen war dieses idealistische, in Zeiten der Solidarität und sozialer Verantwortung gewachsene Unternehmen nicht gewachsen. Wir möchten der miefigen und piefigen Regierung und Wirtschaft von Berlin nochmal herzlich den Grüßsaugust machen, daß sie keinen roten Heller dafür übrig hatten, das ökonomische Herz der Berliner Studentenschaft vor dem Bankrott zu retten! T.B.
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