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MONEY TALKS If it makes sense or not, let us pay the Public transports of Berlin (BVG) take it where they can | Karl-Heinz Kloppisch (Berlin). Nachdem sich die Studentenschaft der Humboldt-Universität Berlin bereits im Dezember 2004 dem Monopol der Berliner Verkehrsbetriebe zu Füßen geworfen und das Semesterticket auch für einen Preis von 141 Euro akzeptiert hatte, haben die Studierenden der Freien Universität für die Wiedereinführung des Semestertickets gestimmt. Obwohl der Ärger über mehrdeutige Abstimmungszettel à la Florida 2000 bei einigen HU-Studenten groß war und man sich trotz plakativer Warnungen beim Scheitern der Verhandlungen verkauftund betrogen fühlte, sprechen die Zahlen für sich. So stimmten von den an den Urabstimmungen teilnehmenden Studierenden rund 92% an der FU und 91% an der HU für eine Annahme des Angebotes der BVG von 141 statt der bisher 118 Euro aus. Daß dieser Preis für Unmut sorgt, ist nicht nur angesichts der kläglich gescheiterten Proteste klar: In Dresden z.B. kostet das Ticket nur 85 Euro, an der Uni Dortmund sogar nur 68,28. Letzteres hat sogar Gültigkeit für den gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, von Dortmund nach Mönchengladbach oder von Oranienburg nach Königswusterhausen, dazwischen liegen offenbar Welten. Auch an der Viadrina in Frankfurt/Oder kostet das Ticket nur 83,50 Euro und es geht damit quer durch ganz Brandenburg und sogar ins Berliner Stadtnetz. Prima! Da nehmen uns die ins Umland pendelnden Studenten auch noch unsere teuer bezahlten Sitzplätze weg. Nur gut, daß es da noch andere kluge Köpfe gibt, wie etwa die in Mecklenburg-Vorpommern, wo man laut über Sonderabgaben für Studierende aus dem restlichen Bundesgebiet nachdenkt. Ein Lichtblick bleibt. Ab 2006 soll auch der Berliner Dienstleistungsbereich öffentlicher Nahverkehr europaweit zum Verkauf ausgeschrieben werden. Dann kann bald ein ausländischer Investor in Berlin an der Preisschraube drehen. Bis dahin ergötzen wir uns an den Idiotien des Alltags wie dem Semesterticket der TFH, das man nur gegen Aufgeld außer am Wochenende auch wochentags benutzen darf. |