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![]() TAUBENTISCHE IN ZÜRICH | Karen Geyer. Immer wieder und in jeder Stadt gibt es Tauben. An alten Gebäuden steckt man ihnen Stacheln an ihre Lieblingsplätze; es gibt Antitaubenplakate an Bahnhöfen; für die klugen Tauben wohl... Und in jeder Stadt gibt es Menschen, die Tauben füttern. Es gibt sogar Taubenfütterer und Taubenfütterinnen, die zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten das Graugefieder um sich scharen. Es gibt derer so viele, daß die Tauben gar nicht so viel verpicken können, wie es gut mit ihnen gemeint ist. Und nachts kommen die Grauschwänze und freuen sich über die Reste. Und da es ihrer immer mehr werden, tagt der Zürcher Stadtrat und findet eine raffinierte Lösung: den Taubentisch. Ein einbeiniger Steintisch mit runder Tischplatte (mit Taubenemblem) wie ein Steinpilz. So sollte passieren, daß die Taubenfütterer die Tauben füttern ohne die Ratten mit zu ernähren. Klar, daß das Graugefieder die Tische anfliegen kann, zweifelhaft, ob die Grauschwänze nicht doch den Tisch erklettern können. Doch dieses herauszufinden war überflüssig, da sich nicht die Tiere anderst verhielten als erwartet, sondern die Menschen. Der Taubentisch eignet sich hervorragend bei Regen wie bei Sonne als Taubendach so wurde es Gewohnheit, das Futter unter den Tisch zu streuen, wo sich tagsüber die Vögel und Nachts die Ratten freuen. |