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STUDENTENPROTESTE IN PERU
| Isaac Risco. Erneut gingen die Studenten im Juni auf die Straßen in Südamerika, diesmal in Arequipa, einer kleiner Stadt im Süden Perus, um gegen die geplante Privatisierung der Stromunternehmen der Provinz zu protestieren. Ein knappes Jahr zuvor, noch in der Wahlkampfphase, hatte der damalige Kanditat Alejandro Toledo der Bevölkerung Arequipas versichert, die Hände davon zu lassen. Nun war die übernahme durch einen belgisch-französichen Konzern fast unter Dach und Fach, als der mehrheitlich von jungen Menschen getragene Protest öffentlich laut wurde. Die Regierung rief daraufhin den Ausnahmezustand in Arequipa aus, und die Polizei beschloß, mit Tränengas gegen die Demonstranten vorzugehen.
Was wird nun aus der neuen peruanischen Demokratie? Wird sie mit den neuen Freiheiten umgehen können? Sie wird auf jeden Fall die Protestkultur respektieren lernen müssen. Ein toter Student, anscheinend von einem Tränengasgeschoß am Kopf getroffen, und mehrere Verletzte, sind zu viel. Sie sind eigentlich wieder ein Grund, um noch einmal laut zu werden.
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