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HEIL SHARON!
Der Kampf gegen Sharon und alle die, die ihn unterstützen, ist kein Antisemitismus, sondern Antifaschismus.
| Mohammed Haj M., Tino Brömme. Wie einflußreich muß die hinter diesem Mann stehende zionistische Lobby in den U.S.A. sein [1], daß Ariel Sharon die Forderung der USA, der UNO und der EU, die militärische Offensive in den Palästinensergebieten sofort abzubrechen [2], getrost ignorieren kann? Es ist geboten, Sharon öffentlich als das zu brandmarken, was er ist: ein Faschist, ein Kriegsverbrecher und ein Massenmörder. Man kann ihn auch nennen wie David Duke, einer der konservativsten rechten amerikanischen Politiker im November 2001: einen der blutbeflecktesten Terroristen der Welt. [3]
Aber was können Meinungen? Hier die Fakten:
Er wurde 1928 in Palästina geboren und ließ in seiner Karriere keinen israelischen Krieg aus. Nicht den 1. Palästinensischen Krieg 1948, nicht den Suez-Sinai-Krieg 1956, nicht den Sechs-Tage-Krieg 1967, nicht den Yom-Kippur-Krieg 1973. Im Juni 1982 befehligte er die Invasion des Libanon, bei der Beirut zerbombt wurde, 18.000 Menschen, größtenteils Zivilisten, getötet und 30.000 verletzt wurden. Was im Anschluß an die Bombardierungen zwischen dem16. und 18. September 1982 in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila vor Beirut geschah, nannte der UN-Sicherheitsrat eines der größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. General und Verteidigungsminister Sharon ordnete an, die Lager einzukesseln und aufzureiben. Innerhalb von vierzig Stunden ermordeten, vergewaltigten und verletzten Phalangisten Tausende von unbewaffneten Zivilisten, vor allem Kinder, Frauen und alte Menschen. Hunderte wurden auf Nimmerwiedersehen verschleppt, zwischen 2000 und 3500 kamen zu Tode. Zwar erklärte die durch massive Demonstrationen in Israel erzwungene Untersuchungskommission Sharon für persönlich verantwortlich für dieses Massaker, doch er bleib ungestraft. Zwar mußte er zurücktreten, doch unter fast jedem der darauffolgenden Regierungschefs hatte er wieder ein Ministeramt inne, zuletzt unter Netanjahu. Zwar laufen mehere Zivilklagen wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschheit gegen ihn, doch ist er heute Premierminister von Israel. [4]
Aber was können Fakten? Der UN-Sicherheitsrat? Menschenrechtsklagen? Hier seine eigenen Worte:
Ich habe die Palästinenser Qual und Schmach kosten lassen. Ich kenne keine internationalen Prinzipien. Ich versichere, ich werde jedes palästinensische Kind samt seiner Mutter verbrennen, das in dieser Region geboren wird. Palästinensische Mütter und Kinder könnten gefährlicher sein als ein palästinensischer Mann, denn sie bedeuten die Fortsetzung der Generationen. Aber die Männer stellen eine konstante Gefahr dar, so daß auch sie am Ende getötet werden müssen. Ich schwöre es euch: auch wenn ihr mir all meine militärischen Grade entzieht, wenn ich einem Palästinenser begegnen würde, dann würde ich ihn töten und verbrennen, und ich würde ihn qualvoll leiden lassen, bevor er stirbt. Ich habe auf einen Schlag in Rafah 1956 siebenhundertfünfzig Palästinenser umbringen lassen und meinen Soldaten als Belohnung erlaubt, arabische Frauen zu vergewaltigen. ... Keiner wird unser Verhalten beschränken, denn wir bestimmen das Verhalten anderer. [5]
Er hat den erneuten Einfall der Israelis in palästinensische Gebiete in der ersten Aprilwoche 2002 befohlen, er ist verantwortlich für die innerhalb einer Woche mutmaßlich 2000 ermordeten Palästinenser. Die neue Ära der inneren Einheit und Harmonie, des Bemühens um Sicherheit und echten Frieden [6] des Ariel Sharon hat begonnen.
1 fragte auch Heinrich Böhme Michel Friedman im Der Grünen Salon, N-tv, 8. 4. 2002 2 alle Medien, 4. und 10. 4. 2002
3 Encyclopedia of the Orient: http://i-cias.com/cgi-bin/eo-direct.pl?sharon_ariel.htm
4 The Palestinian Society for the Protection of Human Rights & the Environment: www.mallat.com/articles/complaintenglish.htm
5 Mohammed Saleh Almesfir in der internationalen arabischsprachigen Zeitung Al-Quds Al-Arabi, 2. 4. 2002, S. 19. Der Autor zitiert Sharons dokumentierte Aussagen vor der Untersuchungskommission im Jahre 1956.
6 Sharons Antrittsrede nach dem Wahlsieg am 7. 2. 2002: www.israel-mfa.gov.il/mfa/go.asp?MFAH0jd60
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