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NOTIZEN

Flaute trotz Boom
15.620 Studenten, besagt die neueste VDE-Statistik, haben sich im Wintersemester 01/02 für elektro- und informationstechnische Studiengänge eingeschrieben. Das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem wird sich das erst in zirka 6 Jahren auf die Absolventenzahlen auswirken. Zur Zeit stehen einem Mindestbedarf von 13.000 Absolventen pro Jahr nur 7830 (2000) gegenüber. Tendenz fallend. Dies wirkt sich negativ auf den Bildungs- und Innovationsstandort Deutschland aus, da auch Studenten der Informatik diese Ingenieurlücke nicht füllen können. Sollte man da etwa langsam über die Einführung einer BlueCard nachdenken?



Perspektiven des LAI
Die Zukunft des Lateinamerika-Instituts der Freien Universität (LAI) ist ungewiß: Zur Einführung des Bachelor- und Masterabschlusses, die in der geplanten Art schon reichlich Diskussionen ausgelöst haben, kommt womöglich die Umwandlung des aktuellen Studiengangs „Lateinamerikanistik / Altamerikanistik“ in einen reinen Aufbaustudiengang mit Masterabschluß. Es wäre also kein vollständiger Bachelor- und Masterstudiengang mehr möglich. Würde dann das LAI zum reinen Forschungsinstitut?



Juniorprofessoren
Junge und angehende Wissenschaftler aufgepaßt! Das Universitätsklinikum Charité hat mit der Unterstützung des Bundesbildungsministeriums (Förderung von ca. 75.000 Euro) die Berufung von 5 Juniorprofessuren beschlossen. Sie sind zunächst auf 3 Jahre angelegt, nach Überprüfung ist eine Verlängerung um weitere 3 Jahre möglich. Die Glücklichen sollen über eine eigene Arbeitsgruppe verfügen und sich auf die Bereiche Lehre und Krankenversorgung konzentrieren.



Bibliothek am Horizont
Gute Aussichten. Die neue TU-Bibliothek soll irgendwann um 2004 fertig sein. Dafür ist jetzt schon das City-Filetgrundstück zwischen dem Bahnhof Zoo und dem TU-Gelände vorgesehen. Ob das auch so lange dauert wie mit dem Semtix?



Ran an die Kohle!
Die Heinrich-Böll-Stiftung bietet dieses Jahr wieder 80 bis 100 Plätze in Stipendien- und Förderprogrammen an. Begabte deutsche und ausländische Studierende und Graduierte aller Fachrichtungen, bevorzugt interdisziplinär arbeitend, können sich noch bis zum 1. September bewerben. www.boell.de



Akonga TV: von Studenten für Studenten
Seit November 2001 bietet Akonga TV in 15 deutschen Unistädten ein anspruchvolles Programm für die Zeit zwischen den Vorlesungen. Die Programminhalte sind abseits des Mainstreams und auf die studentische Klientel zugeschnitten: so gibt es z. B. von Studenten gemachte Kurzfilme, berufliche Tips und Veranstaltungstermine sowie Reiseberichte von abgelegenen Erdteilen, die Anregungen für die nächsten Semesterferien geben sollen. Eine runde Sache! Die Macher freuen sich über Feedback und Beiträge! www.akongatv.de



Ultimate Trash Site Award 2002
Internetseiten, die sich durch rudimentär vorhandene HTML-Kenntnisse, Großzügigkeit im Umgang mit Grammatikregeln oder besondere Nutz-, Witz-, und Gnadenlosigkeit auszeichnen, werden mit dem Ultimate Trash Site Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird von einem „hochkarätig besetzten Expertengremium des ‚Vorläufigen Komitees für Ästhetik- und Weltbild-Kontrolle in der Datenverarbeitung / Deutsche Sektion‘ (VKÄWBKDV/DS)“ vergeben.
www.muellseite.de



Wie in Potsdam !?
Die baden-württembergische Fachhochschule Künzelsau wird im nächsten Wintersemester Laptops und ein monatliches Stipendium von 370 Mark als Anreiz an die neuen Studenten vergeben, um ihren Studentenschwund zu stoppen.



Gegen Deutschland
Das Bundeskabinett hat am 20. Februar 2002 den Referenten-Entwurf zur Begrenzung des gebührenfreien Erststudiums verabschiedet. Der Geschäftsführer des bundesweiten Aktionsbündnis gegen Studiengebühren Christian Schneijderberg kommentierte den Entwurf wie folgt. „Löchrig wie ein Schweizer Käse“ sei er und ließe durch die angekündigten Ausnahmeregelungen vielerlei Möglichkeiten zur Einführung von Studiengebühren durch die Hintertür zu. Der Entwurf verhindert, so Schneijderberg, Zukunftssicherheit für die angehende Generation und verstellt den Weg für weitaus wichtigere Reformen der Hochschulen. Mit dieser Verschärfung des Akademikermangels stellt sich Deutschland wohl selbst das Standbein für die Zukunft.
ABS-infotel 0179-6790607



Berlin braucht ein Freies Radio!
Keiner der 26 bestehenden Berliner Sender überträgt Musik aus Berliner Clubs, präsentiert freie Theaterproduktionen, legt Platten kleiner Berliner Labels auf, läßt soziale Bewegungen von ihrer Arbeit berichten, thematisiert Berliner Bezirkspolitik oder bietet eine Plattform für Subkultur. Der Landesverband Freier Radios Berlin-Brandenburg und Pi-Radio veranstalten deshalb eine Kampagne, die den Berliner Senat auffordert, ein Freies Radio in Berlin zuzulassen. Ihr könnt Euch der Forderung anschließen, indem Ihr die Kampagne unterstützt:
Landesverband Freier Radios Berlin-Brandenburg
Lottumstraße 10
10 119 Berlin
www.radiokampagne.de
http://piradio.prenzl.net/kampagne/weitersagen.htm



Die OECD informiert
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lädt am 25. und 26. April zu Info-Veranstaltungen ein. Dort gibt es über Jobs und Einstiegsmöglichkeiten der Organisation Auskunft. Bewerben sollten sich Hochschulabsolventen mit sehr guten Fremdsprachenkenntnissen und „Management-Fähigkeiten“. Eine Anmeldung beim Bundesministerium der Finanzen ist nötig. Mehr Informationen unter:
www1.oecd.org/deutschland/promotion.html



Für wen Bescheißen sich lohnt
Für alle diejenigen, die nicht wissen wohin mit ihrer Zeit und ihrem Intellekt: endlich gibt es lukrative Abhilfe. Für das Ghostwriting von Diplomarbeiten kann man bei 80 klugen Seiten bis zu 10000 Euro verlangen, so steht es im letzten UniSpiegel. Na wenn das kein akzeptabler Nebenverdienst ist!



Net Business an der TU
Am 13. Februar frisch gegründet: ein „Intel Net Business Center“ an der TU. Es werden Studenten, aber auch Beschäftigte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in innovativen Informationstechnologien ausgebildet. Dies zur Förderung des Know-How-Transfers zwischen Uni und Wirtschaft, aus deren Mitte Dauersponsoren die unkommerzielle Einrichtung finanzieren. Berlin ist sowas von toll.
Infos bei Prof. Krallmann, Telefon 314-73260 /-73225