ausgaben
ausgabe 04
 
rubriken
kolumne
essay
seite 5
notizen
 
 

ausgabe 04 | herbst 2000



GEGEN SEX

Dafür ist natürlich jeder (wenn man ihn fragt), daß alle egal woher ihre Ausbildung bekommen. Daß das vor allem heißt, gleich berechtigt, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und Aufenthaltsstatus zu arbeiten, muß aber dazu gesagt werden. Wir von der TUSMA sind dafür, daß alle zu gleichen Bedingungen in den Jobmarkt starten können. Wir sind dafür, daß die eben im Studienkolleg angekommenen genauso Arbeit bekommen wie die ortskundigen Facharbeiter und hochqualifizierten IT-Spezis. Damit das klappt, vermitteln wir schneller und unbürokratischer als jeder andere, dafür rechnen wir alle Jobs auf einer Lohnsteuerkarte ab, dafür führen wir die Lohnkonten aller und erleichtern den Selbstabholern das Leben. Wir sind gegen eine Zweiklassenteilung der Studierenden in solche, die Gewerbefreiheit haben, und solche, die nur „abhängig“ beschäftigt sein dürfen, weil ihrem Paß ein Stempel fehlt. Wir sind gegen menschenfeindliche Ordnungssysteme, aufgebaut durch Arbeits-, Finanz-, Ausländer- und Versicherungsämter. Wir verdampfen alles auf einem Schein — eine Minute, und sämtliche Papiere für den Arbeitsmarkt sind fertig. Wir arbeiten gemeinnützig und damit die Lasten gerecht verteilt werden. Dafür sind wir, und dafür braucht es die Solidarität aller Kommilitonen. Wir sind dafür, daß Studenten wach, rechtsbewußt und solidarisch sind, so wie andere vielleicht — gegen Sex sind.