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PROPAGANDA
| Pasquale. Die Meinungsmaschine zum Thema Studiengebühren ist wieder in Fahrt. Durch den Vorstoß des Grünen-Sprechers Matthias Berninger besteht jetzt fast koalitionsübergreifender Konsens: Studieren über die Regelstudienzeit hinaus soll 1000 DM pro Semester kosten. Der schreiende Skandal: Die gesamte Presse ist parteiisch, indem sie so tut, als wä alles schon klar. Der Schwerpunkt der öffentlichen Diskussion liegt jetzt nicht mehr bei der Frage nach dem generellen Verbot von Studiengebühren, sondern wurde auf folgende Nebenkriegsschauplätze verlegt:
1. Die SPD- und CDU-Kultusminister kämpfen jetzt gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn für ein Erststudium ohne Studiengebühren. (Tagesspiegel)
2. Eine Studie des Gütersloher Centrums für Hochschulentwicklung droht sieht eine Umverteilung von unten nach oben, da Studieren ohne sozialverträgliche Studiengebühren von allen Steuerzahlern finanziert, ... vor allem den Hochschulabsolventen zugute komme. (Morgenpost) Aha.
3. Der rheinland-pfälzische Kultusminister Jürgen Zöllner hat ein badenwürttembergisches Modell: das Studienkonto, von dem die Studenten wie bei einer Telefonkarte Gratis-Einheiten für ihre Seminare und Vorlesungen abbuchen können. (Berliner Zeitung)
| Bei Klagen gegen die bisherige Rückmeldegebühr von 100 Mark helfen das Refrat der HU (Tel 2093 -2603) und der Vorstand der GEW (Tel 219993 -59). Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ist erreichbar unter Tel 0228-2427836 und www.studis.de/abs.
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