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Gegen Studiengebühren
Am 3. 2. übergab das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) der Bundesbildungsministerin Edelgard Buhlmann in Bonn eine Liste mit 121.500 Unterschriften gegen Studiengebühren. Seit Anfang Oktober hatte das Aktionsbündnis an etwa 120 Hochschulen Unterschriften für ein umfassendes Verbot von Studiengebühren (auch für Langzeitstudenten, Studienfachwechsler, Zusatz-, Zweit- und Aufbaustudien) gesammelt. Viele Bundesländer planen die Einführung von Studiengebühren oder haben sie bereits realisiert. So verlangt zum Beispiel Bayern fürs Zweitstudium bereits 800 bis 1200 DM pro Semester.



Demonstrationsfreiheit
In Folge des Aufmarsches von 700 Rechtsradikalen vor dem Brandenburger Tor im Januar 2000 ist die Diskussion um eine Einschränkung der Demonstrationsfreiheit in Berlin neu entflammt. Auf der Seite der Befürworter solcher Einschränkungen für „radikale Gruppen“ stehen Teile der CDU wie Innensenator Werthebach, der die bestehenden Gesetze ändern will. Dagegen befürchtet die PDS , daß der Innensenator nur noch Demonstrationen genehmigen wird, die ihm passen. Sie spricht sich, wie die Grünen, für den Erhalt des bestehenden Demonstrationsrechts aus.



Schlachtensee
Der Senat will das denkmalgeschützte Studentendorf Schlachtensee mit rund 1000 Wohnungen für Studenten aufgeben. Das 50er-Jahre-Ensemble, wird an den Investor Realobjekt verkauft und wesentliche Teile davon werden abgerissen. Im Gegenzug sollen sechs statt der wie bisher vorgesehenen fünf Gebäude der Studentensiedlung erhalten werden. Das Studentendorf ist Tauschobjekt für das geplante Landesmuseum Berlinische Galerie auf dem Schultheiss Areal in Kreuzberg. Realobjekt hat sich verpflichtet, für 23,5 Millionen Mark Kaufsumme das Museum zu errichten. Bausenator Peter Strieder (SPD) hatte vor den Wahlen im Herbst erklärt, einer Verstümmelung des Denkmals nicht zuzustimmen und das Studentendorf für die Studenten zu erhalten, nach der Wahl hat er sein Wort offenbar vergessen.



Semtix
An der TFH ist durch Urabstimmung beschlossen worden, das Semesterticket für einen Beitrag von 80 DM pro Semester plus eines „Vorzugspreises“ von 39 Mark für die Monatskarte einzuführen. Alle anderen Studentenschaften der Stadt wollen, laut Koordinationsbüro, für die Urabstimmungen ein konsequentes „Solisparmodell“ vorschlagen: insgesamt 215 Mark pro Semester. Im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sind im übrigen Brandenburger Studenten schon seit längerem mit Semesterticket unterwegs, auch innerhalb Berlins.



RCDS vs. ASten
In eine neue Runde geht die Ausereinandersetzung zwischen dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und dem Refrat der HU-Berlin. Der RCDS, der in der Vergangenheit erfolgreich Urteile gegen die ASten und den Refrat erwirkt hatte, die diesen gerichtlich untersagen, sich politisch über die Belange der Studenten hinaus zu äußern, hat jetzt wieder eine Klage gegen den Refrat wegen Veruntreuung von Geldern erhoben. Telefonate über Handys sowie Reisen der studentischen Mitarbeiter zu Kongressen seien nicht im Sinne der Studentenschaft verwendet worden. Es bleibt abzuwarten, wann in Folge der CDU-Affären die Herkunft der Mittel des RCDS, diese nicht gerade billige Kampagnen zu führen, hinterfragt werden.



TU und Industrie
Die TU baut ihr Institut für Technologie und Managment (ITM) aus. Dazu gehört auch das Center für Wandel- und Wissensmanagment (CMM). Künftig werden auch Manager von Daimler-Chrysler dort lehren. Am ITM werden künftig die Fächer Ressourcenmanagment, Logistik und strategische Innovation zusammengefaßt. Die Zahl der Dozenten wurde von bislang zwei auf sechs aufgestockt. In diesem Fall wurden vier neue Honorarprofessoren engagiert.



Studienrenovierung
Die TU wird noch in diesem Semester damit beginnen, sämtliche Studien- und Prüfungsordnungen auf die neuen Leitlinien zur Weiterentwicklung von Studiengängen zu überprüfen. In den Leitlinien für die Studiengänge legt die TU u.a. fest, daß neben der fachlichen Qualifikation auch soziale Kompetenz und die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen geschult werden. Neu aufgenommen wurde ein Punkt zur Chancengleichheit von Männern und Frauen. Der Anteil an Studentinnen vor allem in den Naturwissenschaften soll deutlich erhöht werden. Um die internationale Qualität Attraktivität der Hochschule zu erhöhen, werden versuchsweise Bachelor und Master-Abschlüsse eingeführt.