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ausgabe 01
 
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dr. y schlägt wieder zu
brief an die sowjetische jugend
notizen
 
 
NOTIZEN

Strengere Auflagen für Demos
Der Innenminister von Nordrhein-Westphalen Behrens empfiehlt angesichts der steigenden Zahl von Demonstrationen in Berlin, den Veranstaltern strengere Auflagen zu machen. Behrens meint, daß dieses Vorgehen nicht das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit antaste.



Ein Kultursenator geht
Peter Radunski beendet seinen Job als Kultursenator in Berlin. Als Übergangsgeld erhält er im ersten Vierteljahr 18.500 Mark monatlich, danach für 21 Monate 9.250 Mark und dann außer Rente und anderen Nebeneinkünften ein Ruhegahalt von 8.700 Mark.



Studium erfolgreich beendet
Im vergangenen Jahr haben in Deutschland 227.525 Studierende ihre Ausbildung beendet, 42 Prozent davon sind Frauen. Im Schnitt waren die Absolventen 28,2 Jahre alt und haben fast sechs Jahre studiert.



Maulkorb für HU-Studentenvertretung
In der Klage von Studenten, u. a. Mitgliedern des konservativen Studentenverbandes RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten), gegen das RefRat der Studentenvertretung der Humboldt-Universität zu Berlin hat das Verwaltungsgericht (VG) am 25. 11. 1999 dem RefRat jede „allgemeinpolitische“ Tätigkeit untersagt. Die Entscheidung des VG folgt damit der Reihe ähnlicher Entscheidungen gegen mehrere andere Studentenvertretungen, zuletzt gegen den AStA der FU Berlin. In den Entscheidungen wurde festgestellt, daß jede Äußerung der Studentenvertretungen ohne direkten Hochschulbezug — wie z. B. gegen den Kriegseinsatz im Kosovo — die Grundrechte der Studenten verletze.



TU führt bei Ausländern
Seit Jahren hat die TU den höchsten Ausländeranteil unter allen Universitäten Deutschlands. Rund 5.700 ausländische Studierende aus mehr als 130 Ländern waren im Wintersemester 1998/99 eingeschrieben. Das entspricht einem Anteil von 18,7 Prozent gegenüber einem Bundesdurchschnitt von nur 8,6 Prozent.



Bibliotheksfiliale im Internet
Die Buchbestände der Universitäten in Berlin und Brandenburg sind von nun an im Internet präsent. Der „KOBV“ (Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg) ist einzusehen unter www.kobv.de. Die Entwicklung des KOBV hat zwei Jahre gedauert und 1,5 Millionen Mark gekostet.



Patente online
Patente können bald online angemeldet werden. Einen entsprechenden Standard haben die Patentämter Europas, der USA und Japans auf einer Konferenz in Berlin vereinbart.



Gegen Studiengebühren
Wie nach der letzten Bundesbildungskonferenz in Husum immer klarer wird, stehen Studiengebühren für Studienfachwechsler und Aufbaustudenten nicht länger mehr nur zur Debatte, sondern sind fast schon beschlossene Sache. Dagegen machen jetzt die Studentenvertretungen der betroffenen Universitäten mobil, wie unter anderem an der Humboldt-Universität. Es werden Vollversammlungen zum Thema abgehalten (an der HU am 29. 11.) und Aktionsräte gebildet, die zuallererst die Studenten über die drohende Situation aufklären und im weiteren Maßnahmen gegen die Einführung von Studiengebühren beschließen sollen. Der ehemalige Kultur- und Bildungssenator Peter Radunski rechnet zum Jahre 2003 trotz des sich organisierenden Widerstandes mit der Einführung von Studiengebühren in Berlin. Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS), ein Zusammenschluß von rund 100 hochschulpolitischen Verbänden, organisiert bundesweit eine Unterschriftensammlung. Die Unterschriftenlisten liegen bis Januar 2000 ebenfalls in Berlin in den Fachbereichen aus.
Ausführliche Informationen dazu gibts im Imternet unter www.studis.de/abs.